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Unterhalb des Gürtels sind die Männer verschieden!

Below the belt the men are different!

weniger ist MEHR
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Beschneidung
eine Chance
zur Selbstverwirklichung

Keine Ideologie um das Für und Wider, aber ein Plädoyer für Toleranz gegenüber den vielen, die beschnitten sein wollen. Und Hilfe bei Fragen und Problemen zur Beschneidung.

So
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Oder lieber so
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Die Diskussion um dieses Thema ist in der letzten Zeit offener, aber nicht sachlicher geworden. Sie reicht von totaler Ablehnung bis zu ebenso entschiedener Befürwortung. Ein Vertreter derjenigen, die Beschneidungen ablehnen, ist Heathcote Williams, Verfasser der Schrift »Aus den Vorhautakten«. Sein Stil ist hetzerisch, demagogisch und wenig hilfreich. Wir lesen dort u.a. folgendes:

»Die Juden und Muslimen “klauten” die Idee (der Beschneidung, Anm. d. Verf.), falls man sie so nennen kann, von den Ägyptern, Abraham, der Vater des Judaismus, gleichzeitig Guru des Islam; ... war ein altersschwacher, unsympathischer Schizo, der mit seiner Halbschwester verheiratet war.«

Solch eine rassistische Äußerung, die leider nicht nur die Gesinnung alter Nazis ist, alarmiert! Jede totale Ablehnung der Beschneidung ist problematisch. In den westlichen Zivilisationen USA, Canada, Australien und Neuseeland werden männliche Neugeborene kurz nach der Geburt beschnitten. In Deutschland sowie in einigen anderen westeuropäischen Ländern ist ein Trend entstanden, demnach sich immer mehr erwachsene Männer nach gründlicher Überlegung zu einer Beschneidung entschlossen haben bzw. sich mit dem Gedanken einer Beschneidung beschäftigen.

In Deutschland ist das Thema Beschneidung leider weiterhin von der jüngsten nationalsozialistischen Vergangenheit überschattet. Es wird immer noch nicht angstfrei, tolerant und offen diskutiert. Vielfach kommt daher auf beschneidungswillige Männer ein beschwerlicher Weg zu, denn viele Chirurgen oder Urologen lehnen den Eingriff ab, wenn keine Vorhautverengung (Phimose) vorliegt.

Wer also auf seine Vorhaut verzichten möchte weil er es so haben will, muß sich mühsam auf die Suche nach einem Arzt machen, der ihn beschneidet.

Frauen legen heutzutage bei medizinischen Eingriffen im Sexualbereich (vor allem in der Abtreibungsdiskussion!) auf ihre Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung wert. Gleiches muß billigerweise auch für einen Mann gelten, der seine Vorhaut lossein will!

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               Links: Unbeschnitten (Uncut) 

   Rechts: Beschnitten (Cut)

In Sexualsprechstunden mancher Zeitschriften finden sich immer wieder ärztliche Aussagen der folgenden Art:

» Von Beschneidungen nach der Pubertät ist abzuraten.« Solch eine weiter nicht begründete Aussage wird den, der sich beschneiden lassen will, vielleicht vorübergehend verunsichern, aber wohl kaum überzeugen:

Denn die von ihm innerlich vorgebrachten Gründe erlebt er ja gerade als zwingend!

Die Beschneidung ist ein unkomplizierter Eingriff, wenn sie von einem routinierten Arzt durchgeführt wird. Sie kann stationär oder ambulant erfolgen. Es genügt eine örtliche Betäubung. Nachstehend soll die klassische Messermethode kurz beschrieben werden.

Durch einen glatten Schnitt wird von der weit vorgezogenen Vorhaut alles abgetrennt, was die Eichel überragt. Das innere- und äußere Vorhautblatt haben jetzt keine Verbindung mehr. Daraufhin wird das äußere Vorhautblatt hinter die Eichel zurückgestreift, das innere in der Mitte, an der Oberseite, aufgeschlitzt und auf ca. 5 bis 10 mm Abstand zur Eichelfurche abgetrennt. Danach wird das Vorhautbändchen (Frenulum) auf der Penisunterseite radikal entfernt. Schließlich wird alles säuberlich rundum vernäht.

Nachblutungen treten gewöhnlich in den ersten Tagen auf, besonders bei der Morgenerektion, die die meisten Männer haben. Diese Nachblutungen können jedoch auch ganz ausbleiben. In der Regel wird der Verband nach drei Tagen entfernt. Jetzt beginnt die eigentliche Wund- und Narbenpflege für den Beschnittenen! Wichtig ist ein Kamillebad für den Penis, um Wundverkrustungen aufzuweichen und zu lösen. Danach muß der Rundumschnitt (Circumcision) desinfiziert werden. Gegen die unvermeidlichen Schwellungen und Blutergüsse behandelt man den Penisschaft mit Arnikasalbe, nicht die Wunde.

Schmerzen lassen zumeist am zweiten oder dritten Tag nach, sind jedoch in der Regel kaum zu erwarten. Sind nach zehn bis zwanzig Tagen die Fäden abgefallen, ist unbedingt eine über mehrere Wochen gehende Narbenmassage zu empfehlen, um harte Narbenbildungen zu vermeiden. Dazu kann eine spezielle Narbensalbe verwendet werden. Der Massagedruck auf das Narbengewebe wird allmählich gesteigert. Häufige Erektionen sind jetzt erwünscht, weil sie das Narbengewebe zusätzlich dehnen.

Wenn nach drei bis fünf Wochen alles verheilt ist, kann der Beschnittene beginnen, seinen »neuen« Orgasmus zu erleben. Stimulierend wirken jetzt natürlich nicht mehr die von früher her bekannten Onaniertechniken, die er noch aus Zeiten seiner Vorhaut kennt. Er lernt stattdessen den genußvollen Gebrauch eines guten Körper- oder Massageöls, Speichels oder GeIs (Lubricant, Gel) schätzen. Das gilt für den Sex mit sich allein oder mit dem Partner. Allmählich entwickeln sich die Eichelfurche sowie die immer geschmeidiger werdenden Narben zu sehr erregbaren erogenen Zonen.

Der Beschnittene erfährt eine Revolution in seinem Sexualleben.

Die Eichelhaut paßt sich allmählich den neuen Umständen an. Sie wird ein wenig derber, was die mechanische Reizschwelle etwas herabsetzt. Das ist aber kein Nachteil sondern ein Vorteil! Es gibt kaum noch vorzeitige Samenergüsse. Dafür wird das Liebesspiel dirigierbarer und ausgedehnter und kann folglich viel ausgiebiger genossen werden.

Ein weiterer Effekt der Beschneidung ist die Sauberkeit des Penis. Es gibt keinen übelriechenden Vorhauttalg (Smegma) mehr. Die lntimhygiene wird zur mühelosen Selbstverständlichkeit. Normale Körperpflege genügt vollkommen. Sie haben praktisch immer einen hygienisch sauberen Penis.

Nach neuesten amerikanischen Untersuchungen stellt die derbere Eichelhaut bei beschnittenen Männern einen größeren Schutz gegen Infektionen mit Erregern von Geschlechtskrankheiten dar. Die Studien belegen ferner, daß die AIDS-lnfektionsrate unter Beschnittenen, geringer ist. Ferner kommen in Kulturen, welche die Beschneidung praktizieren, praktisch kein Penis- oder Vaginalkrebs vor.

Vor der Beschneidung:

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Beschneidung

Darüber wollte ich schon immer mehr wissen.

Eigentlich fällt es sofort auf. Du blätterst in verschiedenen Magazinen. Die abgebildeten männlichen Models sind fast alle beschnitten. Die meisten von ihnen sind Amerikaner. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, wieso das so ist. Irgendwas muß doch dran sein, wenn drüben die meisten der Männer da unten so aussehen. Sollte das etwas mit Hygiene oder Vorbeugung von Krankheiten zu tun haben? Oder finden die das sexy? Du denkst vielleicht:

» Wie war das denn das letzte Mal beim Sex mit einem beschnittenen Partner? Konnte der nicht viel länger als ich selbst? Ja doch, der hatte schon eine beachtliche Ausdauer. Hätte noch viel länger sein können, wenn es bei mir nicht so schnell gekommen wäre. Und dabei habe ich mich schon so beherrscht. Hat das womöglich damit zu tun, daß der keine Vorhaut mehr hatte?! Außerdem, bei dem konnte ich ja richtig zupacken. Was der so an der Eichel aushalten konnte. Bei mir hätte das längst zu Überreizungen geführt.»

Vielleicht ist Dir aber auch aufgefallen, daß es bei dem da unten gar nicht unangenehm roch. Bei einem selbst riechen ja immer die Finger, wenn man seinen Schwanz z. B. auf der Toilette angefaßt hat. Eigentlich müßte man sich das Ding ja wenigstens fünfmal am Tag waschen. Aber wer tut das schon? Es soll ja sogar einige, »exotische« Typen geben, die darauf stehen, wenn’s da stark riecht. Nichts für mich! Vor dem Sex machen sich wenigstens die meisten unter ihrer Vorhaut ordentlich sauber.

Aber vielleicht ist am Beschnittensein doch mehr dran, als Du bisher gedacht hast. Möglicherweise sind Dir auch schon verschiedene Fragen gekommen, zum Beispiel: Wer hat schon den Mut, einfach so einen Arzt zu fragen, ob er einen beschneidet. Womöglich will der noch eine Begründung dafür, weshalb er das machen soll. Könnte peinlich werden. Oder wenn es doch einer machen würde, wie kommt man an den ran? Oder Du sagst Dir: »Am wenigsten Schwierigkeiten hätte ich ja, wenn der Arzt selber schwul wäre. Mit so einem könnte ich vielleicht ganz gut darüber reden«. Ja, und wie ist das eigentlich mit der Bezahlung? Geht das privat oder auf Krankenkasse? Was wird bei einer Beschneidung eigentlich genau gemacht? Was kann dabei schief gehen? Und schließlich fragst Du Dich sicher auch, was hinterher alles anders wird.

Vielleicht bist Du aber auch schon beschnitten. Aus irgendeinem Grund bist Du aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Du fragst Dich schon seit langem, ob man da Korrekturen machen kann. All das sind Fragen, die beantwortet werden können.

Verständlicherweise ist die vollzogene Beschneidung ein wichtiges Ereignis in Deinem Leben, ob Du nun schwul oder hetereosexuell bist. Der Eingriff als solcher ist geringfügig. Du wirst aber ein anderer Mensch, Deine bisherigen Sexualgewohnheiten erfahren einen Wandel. Die Veränderungen hängen mit dem Fehlen der Vorhaut zusammen. Die Eichel liegt fortan bloß. Ihre Oberhaut muß sich erst noch den neuen Gegebenheiten anpassen. Durch die unvermeidlichen äußerlich-mechanischen Reizungen an Körper und Wäsche, sowie beim Geschlechtsverkehr, wird sie allmählich etwas derber werden. Dieser Prozesß ist dann abgeschlossen, wenn man nicht mehr das Gefühl hat, dort unten nackt zu sein. Die Empfindlichkeit der unverhüllten Eichel ist also etwas geringer geworden. Man benötigt fortan länger, um beim Sex zum Höhepunkt zu gelangen. Es kann ausgiebiger genossen werden. Dieser Gesichtspunkt spielt eine wichtige Rolle beim Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau. Bekanntlicherweise benötigt der weibliche Organismus länger, um zum Orgasmus zu gelangen als der männliche. Bei Paaren mit beschnittenem Partner führt das zu einer Angleichung der Zeitspanne. Ansonsten erfährt in der Konstellation Mann und Frau die Sexualpraktik nicht so wesentliche Veränderungen. Das sich bildende Vaginalsekret sorgt für das rechte Maß an Glätte und Geschmeidigkeit.

Größere Veränderungen erfährt dagegen die Selbstbefriedigung oder der Sex mit einem gleichgeschlechtlichen Partner. Besonders die Selbstbefriedigung wird ja von psychologischer Seite immer mehr als Mittel zum Abbau seelischer Spannungsverhältnisse anerkannt und vom prüden Beiwerk des 19. und 20. Jahrhunderts befreit. Auf diesem Feld sexueller Betätigung wird normalerweise der ausgiebige Gebrauch von Gleitmitteln (Fettcremes, Öl, wasserlösliche Lubricants - letztere unerläßlich bei Verwendung von Kondomen) notwendig werden.


Der beschnittene Mann betritt ein weites Gebiet neuen Selbsterlebens. Er erprobt allmählich den Umgang mit den veränderten Verhältnissen an seinem Sexualorgan, stellt seine Techniken um und erfährt in den weitaus meisten Fällen eine Revolution hinsichtlich der sensuellen Zusammenhänge. Die Abnahme der Überreizungsbereitschaft der Eichel erlaubt nämlich einen viel kontrollierteren Umgang mit den Lustempfindungen. Es kann eine längere Verweildauer in der Phase kurz vor dem Orgasmus erlernt werden, was zu einem gesteigerten Erlebnis der Befriedigung führt.

Nach neuesten medizinischen Untersuchungen in den USA führt die leichte Verdickung der Eichelhaut auch zu größerem Schutz vor Infektionen im Sexualbereich. Die Gefahr der Bildung von Fissuren (haarfeine, rißähnliche, mikroskopisch kleine Verletzungen der Eichelhaut durch mechanische Einwirkung bei jederArt von Geschlechtsverkehr) liegt um bis zu 40% niedriger als beim unbeschnittenen Mann. Diese niedrigere lnfektionsrate gilt für alle bekannten Erreger von Geschlechtskrankheiten - also auch für die Infektion mit dem HIV-Virus.

Die Kenntnis dieser Zusammenhänge entbindet Sie künftig aber nicht von allen bekannten Schutzvorkehrungen für den Geschlechtsverkehr (Safer Sex!!!).

Das fast vollständige Fehlen des inneren Vorhautblattes nach einer Beschneidung beendet ein für allemal die Bildung des Vorhauttalges (Smegma). Wird dieser nämlich nicht durch sorgfältige Hygiene regelmäßig entfernt, besteht die Gefahr eines vorentzündlichen Zustandes im Eichelbereich. In schlimmen Fällen kann diese Absonderung auch zu Verkrustungen führen, die als das sogenannte Smegmagestein in der Urologie bekannt sind. Es ist nicht selten Ausgangspunkt für Verletzungen, die im Penis- wie im Vaginalbereich schlimmstenfalls Krebsgeschwüre auslösen können.

Ein beschnittener Penis bildet keinen Talg mehr. Er stellt von vornherein einen optimalen hygienischen Zustand dar.

Seit einigen Jahren ist zu beobachten, daß sowohl Frauen wie Männer dem Beschnittensein immer mehr einen ästhetischen Aspekt abgewinnen. Man sagt, es sehe so viel erregender aus. Auch hieraus ist ein psychologisch wichtiger Spannungsabbau ableitbar. Wer sein eigenes Sexualorgan oder das seines Partners schon wegen des Aussehens attraktiver findet, hat weniger Probleme mit der Akzeptanz seiner selbst oder seines Partners. Ein größeres Maß an Harmonie wird möglich.

Die vorstehend aufgeführten Veränderungen beziehen sich auf eine Beschneidung, bei der bis auf einen Rest von 7 bis 10 mm die gesamte innere Vorhaut entfernt wurde. Dieser Zustand wird sowohl von der Messermethode wie der Plasti-Bell-Beschneidung erreicht und stellt in jedem Fall das optimalste Operationsergebnis dar. Leider wird noch vielerorts eine halbherzige Operationsweise praktiziert. Man nimmt im Falle einer Vorhautverengung lediglich soviel Vorhaut weg, als für eine gute Verschieblichkeit unbedingt nötig ist. Nicht selten wurde aber die nachherige radikale Entfernung der Vorhaut notwendig, weil eine Narbenverhärtung eintrat, die die Vorhautöffnung wieder einschnürte. Überdies gibt es Kreise von Menschen, die aus nationalsozialistischer Vergangenheit her für einen beschnittenen Penis den scheußlichen Ausdruck »Judenschwanz« gebrauchten. Einmal davon abgesehen, daß solche Menschen zumeist verkappte oder offene Rassisten oder Rechtsradikale mit entsprechendem Gewaltpotential sein können, verweigern sie sich auch der gesunden Einsicht in die medizinisch sinnvolle Anwendung einer allgemein praktizierten Beschneidung.

Wenn Sie sich aufgrund der Ausführungen aber zur Beschneidung entschließen, können Sie das voller Stolz als einen wichtigen Schrift der Selbstverwirklichung betrachten. Sie setzen sich durch ihn bewußt von nebulösen Anachronismen aus jüngster Vergangenheit ab und erlangen für sich die Vorteile erhöhter Gesundheitsvorsorge neben einem größerem Maß an neuem Sexualerleben.

Vor der Operation:

Vor einem Beratungstermin oder Vorgespräch mit einem Arzt oder Beschneider sollte man sich gründlich vorinformieren. Es gibt einiges zu bedenken, damit man mit dem Resultat auch zufrieden ist. Im einzelnen sollte vor der Beschneidung folgendes geklärt sein:

1. Die Straffheit der Beschneidung (wieviel Haut wird entfernt)

2. Welche Haut entfernt wird (innere und / oder äußere Vorhaut)

3. Ob das Frenulum (Bändchen) ebenfalls entfernt wird

Die Beschneidung mit einem Messer oder Skalpell stellt die klassische Methode dar. Sie wird in verschiedenen Variationen praktiziert. Hier erhalten Sie Kenntnis von jenem Verfahren, das heute am häufigsten angewandt wird. Es entspricht weitgehend seinem klassischen Vorbild aus der Welt der jüdischen Beschneidung. Es liegt in der Methode selbst begründet, daß sie nicht unblutig sein kann. Sie muß deshalb von einem Facharzt vorgenommen werden, um Komplikationen zu vermeiden, denn das Sexualorgan des erwachsenen Mannes ist aus funktionellen Gründen stark durchblutet. Einer der Gründe, daß Ärzte einer Beschneidung von diesem Alter an ablehnend gegenüberstehen, und daß sie nur im Fall einer Vorhautverengung tätig werden wollen, ist hierin zu suchen. Allerdings sind die technischen Möglichkeiten zur thermischen Verschweißung angeschnittener Gefäße so ausgereift, daß solch eine Ablehnung unbegründet ist.

Am Beginn der Beschneidung mittels Skalpell steht zunächst wie bei anderen Methoden auch die Betäubung durch einen sogenannten Peniswurzelblock (2 bis 3 Injektionen in die Peniswurzel) und 1 Injektion in das Vorhautbändchen.

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Local Anesthesia (Kopie)

Sodann wird die Vorhaut durch Klemmen möglichst weit vorgezogen und mit einer weiteren Klemme unmittelbar über der Eichelspitze abgeklemmt.Dieses Stück Gewebe wird zunächst abgetrennt.


Jetzt sind beide Vorhautblätter nicht mehr miteinander verbunden, sodaß das Äußere auf den Penisschaft zurückgeschoben werden kann. Durchschnittene Gefäße werden nun thermisch verschweißt oder abgebunde. Als nächstes durchtrennt der Arzt das innere Vorhautblatt auf der Eicheloberseite bis an die Eichelfurche. Von hier aus wird es dann rundherum entfernt.


Das innere Vorhautblatt ist jetzt nur noch über das Bändchen (Frenulum) mit dem Penis verbunden. In der Regel sollte, um spätere Verkrümmungen des Penis bei der Erektion zu verhindern, jetzt das Bändchen entfernt werden und die entstandene Wunde mit etwa 4 bis 5 Stichen verschlossen werden. Nun kann das zurückgestreifte äußere Vorhautblatt vorgezogen und soweit gekürzt werden, daß es problemlos wieder mit dem gekürzten inneren Blatt unterhalb der Eichelfurche vernähbar ist. Das geschieht mit dem sogenannten »Catgut-Faden«, einem organischen Material, welches nach einer gewissen Zeit vom Organismus abgestoßen wird. Dies hat ihm den Namen »selbstauflösendes Nahtmaterial« eingetragen. Ungefähr 8 bis 10 Stiche sind üblicherweise notwendig. (Es gibt jedoch Ärzte, die auch eine größere Anzahl setzen.)

Jetzt ist die eigentliche Beschneidung fertig.

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Die frische Wunde wird desinfiziert und mit einem elastischen Verband sorgfältig verschlossen, jedoch so, daß der Gang zur Toilette nicht behindert wird. Nach Abklingen der Anästhesie treten in der Regel leicht brennende Schmerzen auf, die zumeist auch ein bis zwei Tage lang anhalten können. Vielfach jedoch lassen sie binnen weniger Stunden nach.

Drei Tage später kann der Verband abgenommen werden. Tägliches Baden in Kamille, sowie sorgfältiges Desinfizieren der verheilenden Wunde sind unerläßlich. Nach etwa zwei bis drei Wochen sind alle Fäden abgefallen, die Wunde ist verheilt, jedoch noch berührungsempfindlich. Eine vorsichtige Form der Selbstbefriedigung wird erstmals wieder möglich.

Ein routinierter Arzt ist in der Lage, ein funktionell und kosmetisch einwandfreies Beschneidungsergebnis zu erzielen.

Es kann so aussehen:

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